Guten Tag,
am 11. September 2026 veranstaltet die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) in Berlin ihren „Tag der Wohnungslosen“ – (https://www.bagw.de/de/nationale-strategie/aktionsseite-zum-tag-der-wohnungslosen-menschen-2026/auszeichnung) mit Politiker*innen auf der Bühne und Auszeichnungen für „gelingende Teilhabe“, während immer mehr Menschen auf der Straße, in zwangsgemeinschaftlichen Notunterkünften und in menschenunwürdigen Zuständen leben.
Dabei stehen Wohnungen leer und in leerstehenden Gebäude können mit einfachen Mitteln Wohnungen hergerichtet wrden.
Das Berliner Bündnis gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen (https://bundnisgegenobdachlosigkeit.wordpress.com/) ruft zum Protest auf.
Kommt am Freitag, 11. September, ab 9:30 Uhr zur Melanchthonkirche am Planufer 84 in Kreuzberg. Sprecht Menschen ohne Wohnung direkt an und ladet sie zur Kundgebung ein. Bringt Freund*innen, Kolleg*innen und andere Unterstützer*innen mit.
Gebt diesen Aufruf und das Plakat weiter – per Mail, Messenger, in sozialen Netzwerken oder einfach von Mensch zu Mensch.

Das Bündnis gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen ruft auf:
Ein „Tag der Wohnungslosen“, an dem Politiker:innen auf einer Bühne über Teilhabe reden und Auszeichnungen für „gelingende Teilhabe“ vergeben werden, während Menschen ohne Wohnung weiterhin in zwangsgemeinschaftlichen Notunterkünften, auf der Straße oder in verdeckter Obdachlosigkeit leben – das ist für uns keine Feier.
Das ist ein Grund zu protestieren.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) gibt dem Bundespräsidenten, der Berliner Sozialsenatorin und Politiker:innen aus dem Bundestag Raum für Ansprachen und einen großen politischen Talk.
Aber wo bleiben diejenigen, die auf der Straße schlafen? Die im Winter erfrieren? Die im Sommer an der Hitze sterben? Die Gewalt erleben? Die keine Wohnung bekommen, weil sie keinen Ausweis haben, einen Hund besitzen, zu viele Taschen haben, suchtkrank sind oder irgendein anderes Ausschlusskriterium erfüllen?
Wir wollen gegenüber dem Veranstaltungsort der BAG W einen Raum schaffen für Gedenken, Widerspruch und unabhängige Selbstvertretung. Wir wollen an die Menschen erinnern, die durch Zwangsräumungen, Ämterversagen, Behördenwillkür, Gewalt, Kälte, Hitze und fehlendem Wohnraums ihr Leben verloren haben.
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