Guten Tag,
das Wohnungslosentreffen Freistatt, Niedersachsen 2026 hat in diesen Tagen begonnen. Die Veranstaltung wird vom Freistätter Verein „Selbstvertretung wohnungsloser Menschen e. V.“ organisiert und unter anderem aus Bundesmitteln gefördert.
Die folgende Stellungnahme von Randnotiz Hildesheim wirft kritische Fragen zur Programmgestaltung, Beteiligung und zum Verständnis von Selbstvertretung wohnungs- und obdachloser Menschen auf.
Auffällig sind dabei insbesondere die veröffentlichten Rahmenbedingungen: Eigene Beiträge, Workshops oder Aktionen können nicht einfach selbst eingebracht werden, sondern mussten vorab vorgeschlagen und genehmigt werden. Zugleich übt die Wohnungslosenhilfe Freistatt von Bethel im Norden das Hausrecht auf dem Veranstaltungsgelände aus und kann Platzverweise aussprechen.
Auch diese Rahmenbedingungen gehören aus unserer Sicht zu einer notwendigen Diskussion darüber, wie offen, unabhängig und selbstbestimmt Selbstvertretung und Vernetzung wohnungslosigkeitserfahrener Menschen organisiert sein sollten.
Wir veröffentlichen die Stellungnahme, weil wir diese Debatte um die Unabhängigkeit für wichtig halten. Dabei ist uns wichtig: Der Text stammt von Randnotiz Hildesheim und wurde von der Wohnungslosen_Stiftung weder verfasst noch verändert. Wir machen uns damit nicht automatisch jede einzelne Formulierung zu eigen.
Unsere Veröffentlichung richtet sich ausdrücklich nicht gegen Menschen aus dem offenen Netzwerk der Wohnungslosen_Stiftung oder des Frauen*Salons, die nach Freistatt fahren, sich dort engagieren, vernetzen oder dort wichtige Arbeit leisten. Es geht um eine grundsätzliche Frage:
Wie offen, selbstbestimmt und vielfältig muss Selbstvertretung sein, damit sie diesem Anspruch tatsächlich gerecht wird?
Wir finden: Diese Diskussion muss möglich sein.
Im Folgenden dokumentieren wir die Stellungnahme vollständig und unverändert.
Fotonachweis: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/85/Freistatt_Ortseinfahrt.JPG
Randnotiz Hildesheim - Pressemitteilung
Wohnungslosentreffen Freistatt 2026: Selbstvertretung oder geschlossene Veranstaltung?
Veröffentlichtes Programm und Teilnahmebedingungen werfen erhebliche Fragen nach Demokratie, Partizipation, Inklusion und der Verwendung öffentlicher Fördermittel auf.
Mit großer Verwunderung nehmen wir die veröffentlichten Teilnahmebedingungen und Programmbeschreibungen zum Wohnungslosentreffen Freistatt 2026 zur Kenntnis.
Nach den veröffentlichten Bedingungen wird das gesamte Rahmenprogramm ausschließlich vom Vorstand der Selbstvertretung wohnungsloser Menschen e. V. festgelegt. Eigene Workshops, Aktionen oder inhaltliche Beiträge sind grundsätzlich untersagt und können lediglich bis 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn schriftlich vorgeschlagen werden. Ob diese Vorschläge berücksichtigt werden, entscheidet ausschließlich der Vorstand. Ein Anspruch auf Mitgestaltung oder Mitentscheidung besteht ausdrücklich nicht.
Damit stellt sich eine grundlegende Frage:
Wie kann eine Veranstaltung den Anspruch erheben, eine bundesweite Selbstvertretung wohnungsloser Menschen zu sein, wenn die inhaltliche Gestaltung ausschließlich in den Händen eines kleinen Vorstandsgremiums liegt?
Selbstvertretung bedeutet nach unserem Verständnis nicht, dass wenige Menschen stellvertretend für alle sprechen. Selbstvertretung bedeutet, dass Erfahrungsexpert:innen selbst gleichberechtigt über Inhalte, Themen und Schwerpunkte entscheiden können.
Gerade dieser demokratische Anspruch ist in den veröffentlichten Teilnahmebedingungen nicht erkennbar.
Hinzu kommt ein weiterer wesentlicher Kritikpunkt.
Die Realität von Wohnungslosigkeit in Deutschland ist weitaus vielfältiger als die Lebensrealität derjenigen Menschen, die regelmäßig Zugang zu Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, Notunterkünften oder stationären Angeboten haben.
Es gibt zahlreiche Menschen, die bereits aus den bestehenden Hilfesystemen ausgeschlossen werden. Hierzu zählen nach Berichten aus der Praxis unter anderem viele mobile EU-Bürgerinnen und EU-Bürger, Angehörige der Minderheiten der Sinti und Roma sowie weitere Menschen, die aufgrund sozialrechtlicher, aufenthaltsrechtlicher oder institutioneller Ausschlussmechanismen weder Zugang zu Notunterkünften noch zu Wohnheimen oder anderen Angeboten der Wohnungslosenhilfe erhalten.
Wer bereits aus diesen Hilfesystemen ausgeschlossen ist, hat regelmäßig auch keinen Zugang zu den Strukturen, Netzwerken und Veranstaltungen, die den Anspruch erheben, wohnungslose Menschen zu vertreten.
Dadurch entsteht die berechtigte Sorge, dass ausgerechnet diejenigen Menschen, die von Wohnungslosigkeit in besonders existenzieller Weise betroffen sind, auch innerhalb einer sogenannten Selbstvertretung keine Stimme erhalten.
Eine bundesweite Selbstvertretung muss sich deshalb daran messen lassen, ob sie tatsächlich die Vielfalt wohnungsloser Lebensrealitäten abbildet oder überwiegend diejenigen repräsentiert, die bereits Zugang zu etablierten Hilfesystemen besitzen.
Besonders kritisch erscheint in diesem Zusammenhang die öffentliche Förder- und Unterstützungsstruktur der Selbstvertretung wohnungsloser Menschen e. V.
Nach den öffentlich zugänglichen Angaben wird der Verein unter anderem unterstützt oder gefördert durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, die Diakonie Deutschland im Rahmen des Projekts Soziale Teilhabe sichern, die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, die Diakonie München und Oberbayern, die Aktion Mensch, das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, die Diakonie Niedersachsen sowie die Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern.
Alle diese Institutionen bekennen sich öffentlich zu Menschenrechten, Antidiskriminierung, Vielfalt, Inklusion, demokratischer Mitbestimmung und echter Partizipation.
Gerade deshalb stellen sich berechtigte Fragen:
Entspricht eine Veranstaltung, deren Programm vollständig von einem kleinen Vorstand festgelegt wird und bei der Mitgestaltung ausschließlich unter Genehmigungsvorbehalt möglich ist, den Grundsätzen echter Partizipation und demokratischer Mitbestimmung?
Entspricht dieses Veranstaltungsformat den Leitbildern der genannten Förder- und Unterstützungsinstitutionen?
Erfüllt eine derartige Veranstaltungsstruktur die Voraussetzungen, die öffentliche und gemeinnützige Fördermittelgeber regelmäßig an Projekte der Selbstvertretung, Teilhabe und Inklusion stellen?
Diese Fragen richten sich ausdrücklich nicht nur an den Veranstalter, sondern ebenso an sämtliche Fördermittelgeber, Kooperationspartner und Unterstützungsorganisationen.
Denn öffentliche Fördermittel dienen nicht allein der Durchführung von Veranstaltungen. Sie sollen demokratische Beteiligung stärken, gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und Betroffene in die Lage versetzen, ihre Anliegen selbstbestimmt einzubringen.
Wenn jedoch wesentliche Entscheidungen über Inhalte und Programm ausschließlich durch einen kleinen Personenkreis getroffen werden, stellt sich zwangsläufig die Frage, ob der Anspruch einer demokratischen Selbstvertretung tatsächlich eingelöst wird.
Ebenso richtet sich diese Pressemitteilung an alle Referentinnen und Referenten sowie an Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Ministerien, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Hochschulen, Stiftungen, sozialen Einrichtungen und weiteren Organisationen, die im veröffentlichten Programm als Mitwirkende aufgeführt sind.
Nahezu alle diese Institutionen verfügen über eigene Leitbilder, Ethikrichtlinien oder Selbstverpflichtungen, in denen Antidiskriminierung, Diversität, Inklusion, Partizipation und demokratische Beteiligung ausdrücklich verankert sind.
Vor diesem Hintergrund halten wir folgende Fragen für berechtigt:
Warum beteiligen sich Organisationen, die sich öffentlich für Inklusion und Partizipation einsetzen, an einer Veranstaltung, deren veröffentlichte Teilnahmebedingungen keine gleichberechtigte Mitgestaltung der Inhalte durch alle betroffenen wohnungslosen Menschen vorsehen?
Warum wird ein Veranstaltungsformat unterstützt, in dem wenige Menschen über die Themen vieler entscheiden?
Wie passt dies zu den eigenen Leitbildern der beteiligten Institutionen?
Wer öffentlich für Teilhabe, Vielfalt und Antidiskriminierung eintritt, muss sich auch daran messen lassen, ob diese Werte in den Veranstaltungen verwirklicht werden, an denen er oder sie mitwirkt.
Wir fordern deshalb:
- eine echte Öffnung der Programmgestaltung für alle wohnungslosen Menschen,
- transparente und demokratische Beteiligungsverfahren,
- offene Programmfenster für Beiträge der Teilnehmenden,
- nachvollziehbare Entscheidungsprozesse bei der Programmplanung,
- die konsequente Einbeziehung bislang ausgeschlossener Personengruppen,
- sowie eine kritische Überprüfung der Partizipationsstrukturen durch die Fördermittelgeber und Kooperationspartner.
Eine Selbstvertretung verdient ihren Namen nur dann, wenn sie nicht lediglich über Teilhabe spricht, sondern Teilhabe tatsächlich ermöglicht.
Eine demokratische Selbstvertretung lebt davon, dass Betroffene gleichberechtigt mitentscheiden können.
Sie lebt nicht davon, dass wenige Menschen dauerhaft für alle sprechen.
Gerade Veranstaltungen, die mit öffentlichen Mitteln und der Unterstützung namhafter Institutionen durchgeführt werden, sollten höchsten Ansprüchen an Transparenz, Demokratie, Inklusion und Partizipation genügen.
Diese Pressemitteilung versteht sich ausdrücklich als Einladung zu einer offenen, kritischen und demokratischen Debatte darüber, wie Selbstvertretung wohnungsloser Menschen künftig gestaltet werden sollte.
Denn echte und tatsächliche Teilhabe beginnt dort, wo tatsächliche Teilhabe ohne Bedingungen statfindet und gelebt wird, nicht dort wo Sie als Symbol zum Schutz betsehender Machtstrukturen missbraucht wird.
Randnotiz Hildesheim
Kontakt:
Guten Tag,
heute möchte ich auf eine Tagung aufmerksam machen: „Ohne Partizipation geht es nicht!“ Am 9. und 10. September 2026 veranstaltet die Facharbeitsgemeinschaft Partizipation ihre Tagung im Refugio Berlin - Lenaustraße 3–4, 12047 Berlin.
Es geht um Menschenwürde, Peer-Arbeit, Empowerment, die Kriminalisierung von Armut und Obdachlosigkeit und die Beteiligung wohnungsloser Frauen.* Vor allem aber geht es um die Frage: Wie können Menschen mit Wohnungslosigkeitserfahrung ihre Interessen selbst vertreten und wirklich Einfluss nehmen? Auch Menschen aus dem offenen Netzwerk der Wohnungslosen_Stiftung und des Frauen*Salons sind am Programm beteiligt.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe informiert dazu: Noch sind Plätze frei. Deshalb: Wenn ihr könnt, fahrt hin und mischt euch ein! Die Teilnahme ist für (ehemals) wohnungslose Menschen kostenlos, für Bürgergeldbeziehende und Studierende kostet sie 100 Euro.
Programm:
Tagungsprogramm als PDF (https://www.bagw.de/fileadmin/bagw/media/Doc/TGD/TGD_26_Partizipation_Programm.pdf)
Anmeldung:
Direkt zur Anmeldung (https://alphaforms.de/form/4a7e1e23-23c7-40af-81c0-59f5bd9e7c5b)
Wichtig: Informationen zur Übernahme von Fahrtkosten und zur Organisation von Übernachtungen fehlen. Wenn ihr darauf angewiesen seid, müsst ihr bei der BAG W nachfragen.
Und dann bleibt in Berlin! Kommt zur Protestkundgebung!
Wohnen ist ein MenschenrechtWenn ihr für die Tagung nachBerlin kommt, versucht, bis Freitag, den 11. September, zu bleiben.
Denn am Tag der Wohnungslosen wird um 11 Uhr in der Melanchthonkirche, Planufer 84 in 10967 Berlin der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Partizipationsprojekte der Wohnungslosenhilfe auszeichnen (https://www.bagw.de/de/nationale-strategie/aktionsseite-zum-tag-der-wohnungslosen-menschen-2026/auszeichnung)
Direkt davor, ab 10 Uhr, findet eine Protestkundgebung statt. Das Berliner Bündnis Gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen fordert:
Wohnungen und selbstbestimmte Wohnformen für wohnungslose Menschen – statt Beteiligungsfeiern.
Kommt zur Tagung. Bleibt zum 11. September. Mischt euch ein.
Solidarische Grüße
das Team der Wohnungslosen_Stiftung
Guten Tag!
unabhängige #Selbstvertretung wohnungsloser Menschen funktioniert. Das zeigt die #Kölner Initiative Obdachlose mit Zukunft seit Jahren eindrucksvoll. Menschen mit eigener Erfahrung von Obdach- und Wohnungslosigkeit organisieren sich, machen Missstände öffentlich und entwickeln selbstbestimmte Projekte.
Wir von der #Wohnungslosen_Stiftung sind stolz auf die Zusammenarbeit mit der Gruppe! Uns verbindet die Überzeugung, dass Menschen mit Wohnungslosigkeitserfahrung nicht nur angehört werden dürfen, sondern selbst bestimmen und Verantwortung übernehmen müssen.
Der folgende Beitrag macht deutlich, dass gerade obdachlose Frauen viel zu oft unsichtbar bleiben und weshalb es wichtig ist, wohnungslose Menschen mit einer Wohnung zu versorgen - und nicht mit einer zwangsgemeinschaftlichen Notunterkunft.
Auf Basis einer eigenen Wohnung können alle weiteren Probleme angegangen werden. Wir gratulieren zur Förderung für ihr Projekt und wünschen der Initiative viel Erfolg bei ihrem Einsatz für ein selbstverwaltetes Wohn- und Arbeitsprojekt.
Obdachlos in Köln – Diana weiß, wovon sie redet
https://www.express.de/koeln/obdachlos-in-koeln-diana-weiss-wovon-sie-redet-1334260
Foto: Privat - Von links nach rechts: Moritz Pfau (Kuratorium Bethe-Stiftung), die ehemalige Obdachlose Diana, Kalle Gerigk (Vorsitzender von Obdachlose mit Zukunft e.V.) sowie die beiden Buchautorinnen Christiane Niesel und Petra Metzger.
Guten Tag,
am 28. Januar 2026 hat das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen einen neuen Leitfaden zur (Not-)Unterbringung wohnungsloser Menschen veröffentlicht. Darin werden Empfehlungen und Mindeststandards für Kommunen formuliert, die obdachlose Menschen im Rahmen der ordnungsrechtlichen Gefahrenabwehr unterbringen müssen.
Der Leitfaden ist hier abrufbar:
https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/veroeffentlichungen/bbsr-online/2026/bbsr-online-06-2026.html
https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/wohnen/bbsr-leitfaden-unterbringung-wohnungslose.pdf
Aus Sicht der Wohnungslosen_Stiftung wirft der Leitfaden jedoch grundlegende Fragen auf. Zwar formuliert er organisatorische Standards für zwangsgemeinschaftliche fremdbestimmte Notunterkünfte, bleibt jedoch innerhalb eines Systems, das Wohnungslosigkeit vor allem verwaltet – statt sie zu beenden. Denn Unterbringung ist nicht gleich Wohnen.
Wohnungslosigkeit entsteht nicht in erster Linie durch fehlende Unterkünfte, sondern durch fehlenden Zugang zu dauerhaftem Wohnraum. Internationale menschenrechtliche Standards – etwa im Rahmen des Rechts auf angemessenes Wohnen – machen deutlich: Eine temporäre zwangsgemeinschaftliche Unterbringung kann das Problem nicht lösen.
Im folgenden Beitrag ordnen wir den Leitfaden aus wohnungspolitischer, sozialwissenschaftlicher und menschenrechtlicher Perspektive ein. Dabei geht es um die strukturellen Grenzen ordnungsrechtlicher Unterbringung, die Risiken institutioneller Sammelunterkünfte und die Frage, warum eine Wohnungslosenpolitik, die Wohnungslosigkeit wirklich beenden will, andere Prioritäten setzen muss.
Kritik am „Leitfaden für die Unterbringung wohnungsloser Menschen“
1. Grundlegendes Problem: Verwaltung statt Überwindung von Wohnungslosigkeit
Der Leitfaden verfolgt einen verwaltungstechnischen Ansatz zur Organisation kommunaler Notunterbringung. Damit bleibt er jedoch innerhalb eines Paradigmas, das Wohnungslosigkeit administrativ bewältigt, aber strukturell nicht beendet.
Die zentrale analytische Schwäche besteht darin, dass Wohnungslosigkeit primär als Unterbringungsproblem behandelt wird.
Aus sozialwissenschaftlicher und menschenrechtlicher Perspektive handelt es sich jedoch um ein Wohnungsmarkt- und Verteilungsproblem.
Internationale menschenrechtliche Standards – etwa im Rahmen des Rechts auf angemessenen Wohnraum – verstehen Wohnen nicht als temporäre Unterbringung, sondern als dauerhafte soziale Infrastruktur. Dieses Recht wird unter anderem durch die United Nations im Rahmen des UN-Sozialpakts definiert.
Die normative Konsequenz daraus lautet: Wohnungslosigkeit wird nicht durch Unterbringung reduziert, sondern durch Zugang zu dauerhaftem Wohnraum beendet.
Der Leitfaden setzt jedoch weiterhin auf ein System der ordnungsrechtlichen Unterbringung, das Wohnungslosigkeit lediglich verwaltet.
2. Ordnungsrechtliche Unterbringung reproduziert Wohnungslosigkeit
Die im Leitfaden beschriebene ordnungsrechtliche Unterbringung basiert auf Gefahrenabwehrrecht und ist damit systematisch nicht auf soziale Integration, sondern auf Gefahrenminimierung ausgerichtet.
Die institutionelle Logik ist daher:
- Vermeidung von Obdachlosigkeit im öffentlichen Raum
- kurzfristige Unterbringung zur Gefahrenabwehr
- temporäre Sicherung der Existenz
Diese Logik führt zu einem strukturellen Paradox: Menschen werden zwar untergebracht, bleiben jedoch wohnungslos. Die Unterbringung erfolgt typischerweise:
- temporär
- zwangsgemeinschaftlich
- institutionell reguliert
- ohne wohnungsrechtliche Sicherheit
Damit unterscheidet sie sich grundlegend von Wohnen.
Der Leitfaden trägt somit zur Stabilisierung eines Systems bei, das Wohnungslosigkeit dauerhaft reproduziert, anstatt sie zu überwinden.
3. Institutionelle Zwangsgemeinschaften und strukturelle Gewalt
Ein weiterer blinder Fleck des Leitfadens betrifft die institutionelle Struktur von Notunterkünften. Viele Einrichtungen basieren weiterhin auf:
- Mehrbettzimmern
- Gemeinschaftssanitäranlagen
- Zugangskontrollen
- Hausordnungen
- verpflichtenden Anwesenheitsregeln
Diese Organisationsform erzeugt Zwangsgemeinschaften, die sozialwissenschaftlich als problematische institutionelle Lebensformen gelten.
Empirische Studien zeigen, dass solche Unterkünfte häufig mit folgenden Risiken verbunden sind:
- physische Gewalt
- sexualisierte Gewalt
- Diebstahl
- psychischer Stress
- Retraumatisierung
Der Leitfaden erwähnt zwar Sicherheitsprobleme, analysiert jedoch nicht deren institutionelle Ursachen.
Stattdessen wird versucht, ein grundsätzlich problematisches System durch organisatorische Verbesserungen zu optimieren.
Dabei wird übersehen: Gewalt in Sammelunterkünften ist kein Zufall, sondern eine strukturelle Folge institutioneller Zwangsgemeinschaften.
4. Empirische Evidenz: Notunterkünfte werden bewusst vermieden
Der Leitfaden selbst verweist auf Befragungen wohnungsloser Menschen, nach denen ein erheblicher Anteil Notunterkünfte bewusst meidet.
Genannte Gründe sind unter anderem:
- Angst vor Gewalt
- zu viele Menschen
- fehlende Privatsphäre
Diese Befunde sind sozialwissenschaftlich hoch relevant, werden jedoch im Leitfaden nicht konsequent analysiert.
Statt zu fragen, warum das System selbst gemieden wird, bleibt die Analyse auf organisatorische Verbesserungen beschränkt.
Aus Sicht der Wohnungslosenforschung deutet dieses Verhalten jedoch auf ein tieferliegendes Problem hin: Viele Notunterkünfte sind aus Sicht wohnungsloser Menschen keine Orte der Sicherheit, sondern Orte der Unsicherheit.
5. Menschenrechtliche Perspektive: Unterkunft ist nicht Wohnen
Der Leitfaden versucht, menschenrechtliche Standards auf Notunterkünfte anzuwenden. Dabei entsteht jedoch ein konzeptionelles Problem.
Das Recht auf Wohnen umfasst nach menschenrechtlicher Definition unter anderem:
- Privatsphäre
- Sicherheit
- Dauerhaftigkeit
- Selbstbestimmung
- soziale Teilhabe
Diese Kriterien werden auch vom German Institute for Human Rights als zentrale Dimensionen des Rechts auf Wohnen beschrieben.
Notunterkünfte erfüllen diese Kriterien jedoch strukturell nicht.
Sie sind:
- temporär
- institutionell reguliert
- fremdbestimmt
- extern organisiert
Der Versuch, menschenrechtliche Standards auf Notunterkünfte zu übertragen, führt daher zu einem analytischen Kurzschluss. Das Problem liegt nicht nur in der Qualität einzelner Einrichtungen, sondern in der institutionellen Form selbst.
6. Ressourcenverwendung: Ausbau eines Notversorgungssystems
Ein weiterer kritischer Punkt betrifft die Ressourcenpolitik. Kommunen investieren erhebliche Mittel in:
- Betrieb von Notunterkünften
- Sicherheitsdienste
- Verwaltung
- Sozialmanagement
- temporäre Unterbringungsstrukturen
Diese Investitionen stabilisieren ein permanentes Notversorgungssystem. Gleichzeitig fehlen Investitionen in:
- sozialen Wohnungsbau
- gemeinnützige Wohnungsunternehmen
- dauerhafte Wohnraumprogramme
- selbststimmte alternative Wohnformen
Die Folge ist eine strukturelle Fehlallokation öffentlicher Ressourcen.
Das System wird darauf optimiert, Wohnungslosigkeit zu verwalten, nicht sie zu beenden.
7. Internationale Forschung: Housing First als Gegenmodell
Die internationale Wohnungslosenforschung zeigt seit zwei Jahrzehnten, dass alternative Strategien deutlich erfolgreicher sind. Das zentrale Modell ist: Housing First
Der Ansatz basiert auf einer einfachen Prämisse: Wohnungslosigkeit endet, wenn Menschen eine Wohnung erhalten. Unterstützungsleistungen werden nicht als Voraussetzung, sondern als Begleitung nach dem Einzug organisiert.
Empirische Studien zeigen:
- sehr hohe Stabilitätsquoten von Mietverhältnissen
- geringere Kosten für öffentliche Systeme
- bessere gesundheitliche Ergebnisse
Im Vergleich dazu wirken klassische Stufenmodelle mit Notunterkünften deutlich weniger effektiv. Der Leitfaden berücksichtigt diese Forschung zwar am Rande, zieht daraus jedoch keine strukturellen Konsequenzen.
Wichtig ist: Es geht hier nicht um einzelne Modellprojekte, deren Wirkung erst noch erprobt werden muss. Die Nutzung und Wirkung von Housing First ist gut dokumentiert – es gibt keine Notwendigkeit für weitere Modelle.
Eine flächendeckende Einführung ist erforderlich, macht aber nur dann Sinn, wenn gleichzeitig ausreichend Wohnungen bereitgestellt werden. Diese müssen nicht neu gebaut werden: Auch Leerstand kann genutzt oder bestehende Immobilien umgebaut werden.
8. Politökonomische Dimension: Notunterkünfte als Systemstabilisator
Aus einer politökonomischen Perspektive erfüllen Notunterkünfte eine systemische Funktion. Sie ermöglichen es Städten, die sichtbaren Folgen von Wohnungslosigkeit zu kontrollieren, ohne die strukturellen Ursachen zu verändern.
Notunterkünfte wirken dadurch als:
- sozialpolitisches Ventil
- ordnungspolitisches Instrument
- symbolische Problembearbeitung
Solange Menschen irgendwo untergebracht werden können, bleibt der politische Druck gering, strukturelle Wohnungsmarktprobleme zu lösen.
Der Leitfaden trägt damit – wenn auch unbeabsichtigt – zur Stabilisierung eines Systems der dauerhaften Notversorgung bei.
9. Schlussfolgerung: Paradigmenwechsel notwendig
Die zentrale Schwäche des Leitfadens liegt nicht in einzelnen Empfehlungen, sondern im zugrunde liegenden Paradigma. Wohnungslosigkeit wird weiterhin als Problem der Unterbringungsorganisation behandelt. Eine menschenrechtsbasierte Wohnungslosenpolitik müsste dagegen von einer anderen Prämisse ausgehen: Wohnungslosigkeit ist ein Wohnungsproblem.
Die strategische Konsequenz daraus wäre:
- massiver Ausbau gemeinnützigen Wohnraums
- Priorisierung wohnungsloser Menschen im Wohnungszugang
- Housing-First-Programme als Standardinstrument
- schrittweiser Rückbau institutioneller Sammelunterkünfte
Nur durch einen solchen Paradigmenwechsel kann Wohnungslosigkeit tatsächlich beendet werden.
1. Tagungsort
Grandhotel Cosmopolis Springergässchen 5, 86152 Augsburg https://grandhotel-cosmopolis.org
2. Anreise
- Zu Fuß: ca. 20 Minuten vom Hauptbahnhof Augsburg
- Öffentliche Verkehrsmittel: kostenfrei in der Cityzone (ca. eine Station rund um den Königsplatz einschließlich Hauptbahnhof) Liniennetz Augsburg (https://www.avv-augsburg.de/fileadmin/user_upload/Netzplaene_und_Karten/avv_liniennetz_innenraum_2025_03_web.pdf)
- Mit dem Auto: Es gibt keine Parkplätze direkt am Grandhotel und auch nicht in der unmittelbaren Nähe; bitte in der weiteren Umgebung parken.
3. Unterkunft
Nahezu alle Teilnehmende mit Wohnungslosigkeitserfahrung und einige Beitragende sind im Hostel Jakoberhof, Jakoberstraße 41, Augsburg untergebracht. Die Belegung wird von Janina (Roßlau) koordiniert. Bettwäsche und Handtücher sind vorhanden. Wir melden uns noch mit der genauen Planung.
4. Exkursionen & Programm
Exkursionen: Die Plätze sind begrenzt. Bitte meldet Euch frühzeitig an, um einen Platz zu sichern und weitere Informationen (Zeiten, Treffpunkte) zu erhalten: Exkursionen anmelden (https://www.wohnungslosenstiftung.org/neuigkeiten/tagung-augsburg-2026-exkursionen.html)
Programm: Das aktuelle Programm findet Ihr hier. Erfahrungsgemäß kann es kurz vor Tagungsbeginn noch kleine Änderungen geben: Programm ansehen (https://www.wohnungslosenstiftung.org/neuigkeiten/tagung-augsburg-2026-programm.html)
5. Kosten
- Die Tagung ist grundsätzlich für alle teilnehmenden Menschen kostenfrei.
- Menschen, die in der Lage sind, sich finanziell an der Tagung zu beteiligen oder die Tagungsgebühr abzurechnen, sind eingeladen, uns nach einer Rechnung zu fragen (Freiwilliger Tagungsbeitrag)
- Standardbeitrag: 320,00 € für die gesamte Tagung
- Ermäßigter Beitrag: 160,00 € für die gesamte Tagung
Du reist schon etwas früher zur Tagung "Gemeinsam mehr erreichen" an und möchtest vor Tagungsbeginn noch ein wenig Augsburg erkunden? Dann laden wir dich herzlich ein, an einer unserer drei Exkursionen teilzunehmen. So lernst du nicht nur einen kleinen Teil von Augsburg kennen, sondern auch schon die ersten Tagungsteilnehmer:innen. Da die Plätze jeweils begrenzt sind, bitten wir um eine kurze Anmeldung.
Die Teilnahme ist für dich kostenfrei.
Mittwoch, 18.03.2026
12:00 - 13:00 Uhr: Die Fuggerei - Führung durch die älteste Sozial Siedlung
12:00-13:30 Uhr: Von Hitzeinseln und Kältewellen – Ein gemeinsamer Walk & Talk
12:30-13:30 Uhr: Augsburger Puppenkiste - Führung durch das Museum und die Augsburger Puppenkiste
Anmeldung für die Exkursionen

Wir freuen uns, wenn alle teilnehmenden Menschen dazu beitragen, unsere Tagung zu dokumentieren.
Jede Unterstützung – sei es Fotos, Notizen oder kurze Berichte – hilft, die Ergebnisse sichtbar zu machen. Alle Hinweise dazu haben wir in einer PDF zusammengestellt.
2026_03_Tagung Augsburg_Ergebnissicherung.pdf

Die Dokumentation der Tagung wird dann auch hier zu finden sein.
Presseerklärung
Stille Mahnwache - 26.02.2026 - Zoopalast Berlin - Einer von unendlichen Vielen
Die Wohnungslosigkeit von Daniel Z., die seit seiner Zwangsräumung am 26. Februar 2020 andauert, nimmt das „Bündnis gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen“ zum Anlass für eine öffentliche Mahnung.
Vier Jahre bevor die Wohnungslosigkeit laut EU-Vorgaben beendet sein soll, veranstaltet das Bündnis am 26. Februar 2026 von 12:00 bis 16:00 Uhr vor dem Zoopalast Berlin eine stille Mahnwache.
Die Mahnwache dient dem Gedenken an die von Wohnungslosigkeit betroffenen und verstorbenen Menschen sowie der Mahnung an Politik und Gesellschaft: Es bleiben nur noch wenige Jahre, um das erklärte Ziel der Überwindung von Wohnungslosigkeit tatsächlich zu erreichen.
Derzeit leben 53.000 Menschen weiterhin in teils würdelosen Unterbringungen. Jährlich werden über 2.000 Zwangsräumungen in Berlin durchgeführt, mindestens 6.000 Menschen leben in Berlin ohne Obdach auf der Straße. Hochrechnungen zufolge könnten bis 2028 rund 100.000 Menschen in Berlin ohne eigene Wohnung sein. Bundesweit sind über 650.000 Menschen ohne eigenes Zuhause.
Besonders erschütternd ist, dass allein auf Hamburgs Straßen innerhalb von 23 Tagen 15 wohnungslose Menschen im Winter 2026, verstorben sind.
Bis 2030 soll laut Nationaler Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit(1) die Wohnungslosigkeit selbst überwunden sein. Wenn die Berliner Wohlfahrtsverbände (2) diesen Plan faktisch aufgeben und sich eine gesellschaftliche Gewöhnung an Obdachlosigkeit und Menschenunwürde abzeichnet, offenbart dies nicht nur politisches Versagen.
Artikel 14 Absatz 2 des Grundgesetzes verpflichtet Eigentum zum Gemeinwohl – dieser Grundsatz darf nicht weiter missachtet werden.
Das Bündnis besteht aus zahlreichen Erfahrungsexpert*innen, ehrenamtlichen Organisationen, Gruppen, Initiativen, Kunstschaffenden und Einzelpersonen. Gemeinsam werden so lange Mahnwachen abgehalten, bis die Wohnungsnot für alle Menschen überwunden ist. Wohnungslosigkeit und Obdachlosigkeit sind keine Naturgesetze. Sie können überwunden werden – für echte gesellschaftliche Teilhabe und Menschenwürde.
Bündnis gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen
(https://bundnisgegenobdachlosigkeit.wordpress.com/)
Kontakt: Daniel Z.
Tel. 015565705794 Mo-Fr 10-18 Uhr;
Email:
(1) https://www.bmwsb.bund.de/DE/wohnen/wohnungsmarkt/nationaler-aktionsplan-gegen-wohnungslosigkeit/nationaler-aktionsplan-gegen-wohnungslosigkeit_node.html
(2) https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-scheitert-an-obdachlosigkeit-verbande-sehen-kein-ende-der-wohnungslosigkeit-12460988.html
„Gemeinsam mehr erreichen" Augsburg 18. bis 21.03.2026
Teilhabe ausbauen – Räume gestalten – Wohnungslosigkeit überwinden
Grandhotel Cosmopolis, Springergässchen 5 - 86152 Augsburg - https://grandhotel-cosmopolis.org



'[Entwurf, Stand 10.03.2026 - Änderungen und Ergänzungen sind möglich]
- Dienstag, 17.03.2026 (Frauen*Salon: Auftakt)
- Mittwoch, 18.03.2026 (Anreise und Auftakt)
- Donnerstag, 19.03.2026
- Freitag, 20.03.2026
- Samstag, 21.03.2026 (Abschluss und Abreise)
Dienstag, 17.03.2026 (Frauen*Salon - Anreisetag, Teil 1)
ab 15:00 Uhr - Session Dienstag Nachmittag Frauen*Salon
- Sybill Janetz (Berlin): Begrüssung, Organisatorisches, Vorstellungsrunde
16:00 - 18:00 Uhr - Session Dienstag Nachmittag spät Frauen*Salon
- Offenes Ankommen und Kennenlernen im Frauen*Salon-Raum/ Informeller Austausch / Netzwerken
- Feedbackrunde zum Treffen in Essen
- Kreativer Austausch und gemeinsames Gestalten (z. B. Buttons, Zeichnen, evtl. kreatives Schreiben)
18:00 - 19:00 Uhr Abendessen
19:00 - 21:00 Uhr - Session Dienstag Abend Frauen*Salon
- Raum für Gespräche, gegenseitiges Zuhören und Themen, die Frauen* mitbringen
- Film Madame Kika (2025) [104 Minuten - mit anschließendem Filmgespräch]
[Triggerwarnung: Der Film zeigt Trauer, Schwangerschaft unter unsicheren Lebensbedingungen, finanzielle Not, Sexarbeit als Überlebensstrategieund einvernehmliche BDSM-Praktiken. Die Themen können Erinnerungen oder existenzielle Unsicherheit auslösen. Achte auf deine eigenen Grenzen. Die Teilnahme an der anschließenden Diskussion ist freiwillig; Pausen oder das Verlassen des Raumes sind jederzeit möglich.]
Mittwoch, 18.03.2026 - Frauen*Salon (Teil 2)
08:00 - 09:00 Uhr Frühstück
09:00 - 10:15 Uhr - Session Mittwoch Vormittag 1 Frauen*Salon
- Moderation: Petra Goldmann (Frankfurt) / Ergebnissicherung: Manja Starke (Heimbach)
Sichere Räume für den digitalen Frauen*Salon in verschiedenen Städten entwickeln
Der Workshop versteht sich als solidarischer Entwicklungsraum des Frauen*Salon, respektvoll, niedrigschwellig und auf Augenhöhe.
10:30 - 12:00 Uhr - Session Mittwoch Vormittag 2 Frauen*Salon
- Moderation: Janine Berthold (Berlin)/ Ergebnissicherung: N.N.
- Silke Baum (Leipzig): Unsichtbar, kontrolliert, ausgeschlossen? Frauen in verdeckter Wohnungslosigkeit
Mittwoch, 18.03.2026 - Tagungsbeginn "Gemeinsam mehr erreichen!"
12:00/12:30 Uhr - 14:00 Uhr Exkursionen & Vor-Ort-Besichtigungen vor Tagungsbeginn - bitte meldet Euch hier an [https://www.wohnungslosenstiftung.org/neuigkeiten/tagung-augsburg-2026-exkursionen.html]
- Von Hitzeinseln und Kältewellen – Ein gemeinsamer Walk & Talk zum Königsplatz in Augsburg (Magdalena Groskurth (Augsburg))
- Die Fuggerei - die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt
- Augsburger Puppenkiste
14:00 - 14:30 Uhr - Begrüssung, Organisatorisches, Regeln
- Corinna Höckesfeld (Augsburg), Frank Sowa (Nürnberg), Manja Starke (Heimbach), Sophie Linszner (Leipzig), Stefan Schneider (Berlin), Sybill Janetz (Berlin)
14:30 - 16:00 Uhr - Session Mittwoch Nachmitag früh [Digital dabei oder digital kaputt?]
- Moderation: Antonia Finckh (Dortmund) / Ergebnissicherung: N.N.
- Janita-Marja Juvonen (Essen): Content Ware Obdachlosigkeit bei Social Media
- David Lowis (München): Mobile und digitale Teilhabe von Menschen ohne festen Wohnsitz (Smartphone Nutzung)
- Michael Starke (Heimbach): Zugänge sichern - Mobile Reparatur als Schlüssel digitaler Teilhabe (Projektvorstellung)
- Ankündigung eines Workshops: Frauen-Workshop mit Austauschrunde: Katja Wolf; (Rheinsberg): Gewalt gegen Frauen und resultierende Obdachlosigkeit, Gegenstrategien // Stiftung Kienhorstpark i. E.
16:00 - 16:30 Uhr Kaffeepause
16:30 - 18:00 Uhr - Session Mittwoch Nachmittag spät [Wohnungslosigkeit beenden: Prävention, Eigenlogik und Eigeninitiative]
- Moderation: Frank Sowa (Nürnberg) / Ergebnissicherung: Lea Fischer (Dortmund)
- Lisa Spurmann (Dortmund): Wohnungssicherung als Element der Prävention (Posterpräsentation) - vertreten durch Stefan Schneider -
- Gaby John (Düsseldorf): Empfehlungen oder Gesetze für Unterkünfte obdachloser Menschen
- Dirk Habert (Konstanz): Ein Bett für die Weihnachts- und Winterzeit in Konstanz 2026/2027
- Michael Schönhofen (Mönchengladbach): Buchvorstellung JVA-Kompass
Mitmachwerkstatt
- 17:00 - 19:00 Uhr Digitaler Frauen*Salon (Manja Starke (Heimbach)/ Janina Berthold (Roßlau): Digitaler Raum für alle Frauen*, die nicht nach Augsburg kommen können
18:00 - 19:00 Uhr Abendessen
19:00 - 21:00 Uhr - Session Mittwoch Abend [Zwischen Strafe und Straße - was geht?]
- Christiane Niesel (Köln): Buchvorstellung + Lesung Frauen zwischen Strafe und Straße"
- Silvia Fischer (Witzenhausen Gertenbach): Ohne Geld (und ohne Wohnung) unterwegs. Künstlerischer Beitrag, Buchvorstellung + Lesung
Donnerstag, 19.03.2026
08:00 - 09:00 Uhr Frühstück
09:00 - 10:30 Uhr - Session Donnerstag Vormittag früh [Zwischen Teilhabe und Ausschluss: junge wohnungslose Menschen]
- Moderation: Sophie Linszner / Ergebnissicherung: N.N.
- Kai Nitsche (Kempten): Projektvorstellung “Lückenfüller”
- Thomas Wilke, Rebecca Schmolke, Phil C. Langer (Berlin): Klassismus im Alltag wohnungs- und obdachloser Jugendlicher: Erfahrungen und Bewältigungsstrategien (Posterpräsentation)
- Martina Pistor (Fulda): Politische Partizipation wohnungsloser junger Menschen
- Antonia Finckh (Dortmund) + Saskia Jünger (Dortmund/ Bochum): (Un-)Möglichkeiten der Teilhabe durch qualitative Zugänge zu (jugendlicher) Wohnungs- und Obdachlosigkeit in der Hochschullehre
10:30 - 11:00 Uhr Kaffeepause
11:00 - 12:30 Uhr - Session Donnerstag Vormittag spät [Teilhabe und Selbstvertretung - wie geht das eigentlch?]
- Moderation: Chriss Czischke (Leipzig) / Ergebnissicherung: N.N.
- Christoph Gille (Düsseldorf): Selbstorganisation und politische Teilhabe - Voraussetzungen, Widersprüche und Wege
- Kristina Schmidt El-Dick (Wolfenbüttel)/Stefan Schneider (Berlin): Am Rand und mittendrin - Teilhabe zwischen formaler Einbindung und gelebter Mitgestaltung
- Manja Starke (Heimbach): Ankündigung eines Workshops: Von formaler Einladung zu realer Teilhabe – was Selbstvertretung wirklich braucht
Seminarraum 6.OG
- 12:00 - 13:00 Uhr Manja Starke (Heimbach): Von formaler Einladung zu realer Teilhabe – was Selbstvertretung wirklich braucht
12:30 - 14:30 Uhr Mittag & Mittagspause
14:30 - 16:00 Uhr - Session Donnerstag Nachmitag früh
- Moderation: N.N./ Ergbnissicherung: Laura Torreiter (Dortmund)
- Markus Holzbauermann (Frankfurt): Gewalt auf der Straße
- Martin Lenz (Karlsruhe): Integration und Teilhabe durch soziale Wohnraumversorgung
- Werner Eggert (Köln): Obdachlose mit Zukunft (OMZ) - Projekt mit Aktionen
16:00 - 16:30 Uhr Kaffeepause
16:30 - 18:00 Uhr - Session Donnerstag Nachmittag spät [wohnungslose Frauen*: Gewalt, Gesundheit und (Selbst-)versorgung]
- Moderation: Janine Berthold (Berlin)/ Ergebnissicherung: Julia Oertelt (Bochum)
- Bericht vom Workshop: Silke Baum (Leipzig):Unsichtbar, kontrolliert, ausgeschlossen? Frauen in verdeckter Wohnungslosigkeit
- Bericht vom Workshop: Katja Wolf; (Rheinsberg): Gewalt gegen Frauen und resultierende Obdachlosigkeit, Gegenstrategien // Stiftung Kienhorstpark i.E. (Bericht vom Workshop)
- Sophie Linszner (Leipzig): Workshop für partizipatives Forschungsprojekt psychischer Gesundheit und psychologische Versorgung wohnungsloser Frauen*,
18:00 - 19:00 Uhr Abendessen
19:00 - 21:00 Uhr - Session Donnerstag Abend [Zwischen Schlafquartier und Mietendeckel]
Seminarraum 6. OG:
- Lars Klingenberg (Hamburg): Szenische Lesung - Schlafquartier - Obdachlosigkeit in deutschen Großstädten
Tagungsraum Souterrain:
- Werner Eggert (Köln): Mietendeckel jetzt! (Vortrag und Diskussion)
Freitag, 20.03.2026
08:00 - 09:00 Uhr Frühstück
09:00 - 10:30 Uhr - Session Freitag Vormittag früh [Streets as home? / Digitalsierung - Be- oder Entlastung?]
- Moderation: Lacu Reinhold/ Ergebnissicherung: Alexander Crome / Sprachmittlung; Marco Heinrich, Niko Rollmann (Berlin), Khushboo Jain (Erlangen): The discourse of homelessness, the politics of eradicating homelessness and the missing picture – streets as home
- Nadine van der Meulen (Aachen): Entweder wirste krank oder du gehst!? – Belastungs- und Entlastungsfaktoren durch die Digitalisierung in der Sozialen Arbeit
11:00 - 12:30 Uhr - Session Freitag Vormittag spät [Macht, Emotionen, Therapeutische Angebote]
- Moderation: Janina Berthold / Ergebnissicherung: N.N.
- Julia Oertelt (Bochum): Partizipatives Forschen mit eigener Wohnungslosigkeitserfahrung - Machtasymmetrien und Verletzlichkeit im Fokus.
- Eva van Koolwijk (Münster), Julia Oertelt (Bochum): Queers in Wohnungslosigkeit: Einblicke in (inter)nationale Studien und Stimmen von Erfahrungsexpert:innen zu ihren Lebenslagen
12:30 - 14:30 Uhr Mittag & Mittagspause
14:30 - 16:00 Uhr - Session Freitag Nachmitag früh [Peers zwischen Lehre und Lernen]
- Moderation: Corinna Hoeckesfeld (Augsburg) / Ergebnissicherung: Daniel Niebauer (Augsburg)
- Kerstin Brunne, Sarah Kuntermann, Gabriela Podlinski, Felix Resch, Sofie-Meret Schmitt, Henning Zimmermann, Peter Rahn + Jörg Reitzig (Ludwigshafen): Transversalität in der Wohnungslosenhilfe – Sichtweisen Sozialarbeitender und Eigenlogik (Posterpräsentation
- Fjolla Gashi (Augsburg): Peers in der Wohnungslosenhilfe. Ein Werkstattbericht
- Mirabelle Müller (Zürich) Ex-In-Ausbildung und Erfahrungen als Peer in Notschlafstelle
- Arnd Liesendahl; Wipperfürth, Expertise zum Leitfaden der Peer-Arbeit
16:00 - 16:30 Uhr Kaffeepause
16:30 - 18:00 Uhr - Session Freitag Nachmittag spät [Solidarische Räume, Orte und Städte]
- Moderation: Sybill Janetz (Berlin)/ Ergebnissicherung: Alexander Crome
- Lisa-Terese Hupperich (Wiesbaden): Verdrängung + Freiraumangebot im öffentlichen Raum (Hochschule Geisenheim University)
- Lea Fischer, Laura Torreiter, Dennis Dickopp (Dortmund): Teilhabe Stadtentwicklungsforschung Strassenzeitungsverkäufer*innen
- Nicole Lindner / Steffen Doebert (Berlin): Mahnwache gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen // Housing Action Days 2026
- Raum für Möglichkeiten
19:00 - 21:00 Uhr - Session Freitag Abend [Klima. Knete. Wohnen?]
Tagungsraum Souterrain:
- Stephan Nagel (Hamburg): Überwindung der Wohnungslosigkeit ein sozio-ökologischer Konflikt? Klimawandel und Wohnungsneubau (Vortrag)
- Julia Oertelt (Bochum) + Karen (Lübeck): Talk & Art „Solidaritaeten“. Kunst & Kultur
Seminarraum 6. OG:
- Nicole Lindner / Steffen Doebert (Berlin) Bündnis gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen: Online-Vorbereitung der Mahnwache gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen 26.03.2026 Berlin Rotes Rathuas
21:30 - 22:30 Uhr - Konzert Wollstiefel [Acoustic Punkrock] https://www.instagram.com/wollstiefel/
Samstag, 21.03.2026 (Abschluss + Abreise)
08:00 - 09:00 Uhr Frühstück
09:00 - 10:30 Uhr - Session Samstag früher vormittag [Wohnungslosigkeitspolitik - politisches Frühstück]
- Moderation: Corinna Höckesfeld (Augsburg). / Ergebnissicherung: Stefan Schneider (Berlin)
- Stefan Schneider (Berlin): Tokenism - Erfahrungsausbeutung wohnungloser Menschen und Gegenstrategien (Poster-Präsentation)
- Heike Heubach (Augsburg): Wohnungslosigkeitspolitik auf Bundesebene
- Maria Noichl (Augsburg): Politik für Frauen* mit Wohnungslosigkeitserfahrung auf Europa-Ebene
- Steven Braun (Stralsund): Kommunalpolitisches Engagement mit Wohnungslosigkeitserfahrung
- Thomas Lindlmaier (Berlin): Wohnungsloser Bundestagskandidat 2021
10:30 - 11:00 Uhr Kaffeepause
11:00 - 12:00 Uhr - Session Samstag später vormittag Tagungsabschluss [Erkenntnisse, Feedback, Vernetzung, Ausblick]
12:00 - 13:00 Uhr Aufräumen, Einpacken, Verpflegung für die Rückfahrt vorbereiten, Reste aufteilen, Ausfegen
12:00 Uhr - Walk & Talk (nur mit Anmeldung)
- Von Hitzeinseln und Kältewellen – Ein gemeinsamer Walk & Talk zum Königsplatz in Augsburg mit Magdalena Groskurth (Augsburg) Treffpunkt Grandhotel Cosmopolis



ACHTUNG - Die Tagung in Augsburg ist vollständig ausgebucht - deswegen sind ab sofort keine Anmeldungen mehr möglich! Wir bitten um Verständnis!
Guten Tag!
Du möchtest an der Tagung Gemeinsam mehr erreichen! Teilhabe ausbauen – Räume gestalten – Wohnungslosigkeit überwinden von Mittwoch, den 18. bis Samstag, den 21. März 2026 in Augsburg teilnehmen?
Dann lese die organisatorischen Hinweise und fülle bitte dann das Formular aus. Sollte das nicht funktionieren, kannst Du Dich gerne per Email bei uns melden!
Wir freuen uns auf Dich! Hier findest Du das Programm (Änderungen sind möglich). Der Frauen*Salon startet bereits einen Tag früher, am Dienstag, den 17. März 2026
Herzliche Grüße
Corinna, Frank, Manja, Sophie, Stefan & Sybill
Organisatorisches
Teilnehmende: Die Teilnehmerzahl dieses Treffens ist auf 80 Menschen begrenzt - aus Platzgründen.
Reihenfolge der Bestätigung der Anmeldungen: Bei den Anmeldungen werden zunächst die Menschen berücksichtigt, die das Programm mitgestalten sowie Menschen mit Wohnungslosigkeitserfahrungen. Alle anderen Teilnehmer werden nachrangig berücksichtigt.
Kostenbeitrag: Für Menschen mit Wohnungslosigkeitserfahrungen werden Reise- und Unterkunftskosten übernommen, ebenso für Menschen, die das Programm mitgestalten und nur über geringes Einkommen verfügen (Selbsteinscätzung). Bei der Anreise bitten wir darum, kostengünstige Varianten zu wählen. Alle anderen Teilnehmer werden gebeten, ihre An- und Abreise sowie die Unterkunft selbst zu organisieren. Die Teilnahme am Programm sowie die Verpflegung ist für alle bestätigten teilnehmenden Menschen kostenfrei - Spenden nach eigenem Ermessen sind erwünscht.
Teilnahmevoraussetzung: Auf der Tagung ist kein Platz für Menschen, die rassistische, menschenfeindliche oder nationalistische Auffassungen vertreten oder verbreiten.
Bahnfahrkarten: Macht Euch bitte jetzt schon Gedanken über Eure An- und Abreise. Wer das nicht vorfinanzieren kann oder will, meldet sich bitte, ab Besten schon mit Wunschverbindungen und einer Aussage, ob eine Sitzplatzreservierung benötigt werden wird. Wir schicken Die / Euch dann die Tickets zu. Auch Menschen, die später anreisen oder früher Abreisen, sollten Bescheid geben für unsere Planung.
Auto: In einzelnen Fällen ist es auch möglich, die Kosten für Anreise mit Auto zu übernehmen (Nicole, Anett ...).
Begleitpersonen. Wenn es für Deine Teilnahme erfordlich ist, können auch Begleitpersonen mitkommen.
Hunde sind im Tagungsort Grandhotel Cosmopolis kein Problem - in Hotel/Hostel Jakoberhof aber schon. Für Menschen mit Hund müssen also andere Lösungen gefunden werden. Sprecht uns gerne an, soweit wir nicht bereits darüber gesprochen haben.
Unterkunft: Wir haben im Jakoberthof Doppel- und Mehrbettzimmer für Menschen mit Wohnungslosigkeitserfahrung und für Menschen, die das Programm mit gestalten, reserviert. Überlegt jetzt schon mal, mit wem ihr gerne zusammen im Zimmer sein möchtet. Menschen, die eine andere Form der Unterkunft benötigen (draußen, Einzelzimmer etc.) sprechen uns bitte an: Wir behandeln das wie immer vertraulich und finden eine Lösung. Für Menschen, die mit Hund kommen werden, werden wir andere Unterkünfte finden.
Wege: Die Entfernung zwischen dem Jakoberhof und dem Tagungsort Grandhotel Cosmopolis beträgt 600 Meter, allerdings sind Straßen zu überqueren und Höhenunterschiede zu bewältigen.
Verpflegung: Während des gesamten Zeitraums der Tagung wird es kostenfrei Kaffee, Tee, Wasser und weitere Getränke für alle Teilnehmenden geben sowie jeden Tag Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Auch zwischendurch wird es immer die Möglichkeit geben, etwas zu Essen und zu Trinken zu nehmen. Die Verpflegung wird vegetarisch sein.
Barierefreiheit: Der Tagungsraum ist nur bedingt barrierearm.
Ortsabwesenheit: JobCenter und Behörden: Benötigst Du eine Bestätigung für das JobCenter, eine Notschlafstelle oder eine andere Behörde, dass es sich bei Deiner Teilnahme an der Tagung um eine ehrenamtliche Tätigkeit handelt, die Deine Qualifikation und politische Beteiligung unterstützt? Dann melde Dich bitte bei uns – wir stellen Dir umgehend eine offizielle Bestätigung oder Einladung aus.
Und jetzt freuen wir uns auf Deine Anmeldung!
ACHTUNG - Die Tagung in Augsburg ist vollständig ausgebucht - deswegen sind ab sofort keine Anmeldungen mehr möglich! Wir bitten um Verständnis!
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Call for Papers: Tagung vom 18. bis 21. März 2026 in Augsburg
Gemeinsam mehr erreichen!
Teilhabe ausbauen – Räume gestalten – Wohnungslosigkeit überwinden
- Inhaltlicher Fokus
- Ziel & Teilnehmende
- Themen & Mitwirkung
- Beiträge
- Beitragsformate
- Einreichung & Deadline
- Dokumentation & Kontakt
CfP Gemeinsam Tagung Augsburg 2026.pdf
1. Inhaltlicher Fokus
Die Nicht-Verfügbarkeit von Wohnraum als gesellschaftliches Problem führt dazu, dass Situationen der Wohnungs- und Obdachlosigkeit als Abweichungen von hegemonialen bürgerlichen Normen des Wohnens und Lebens, als individuelles Versagen betrachtet werden. So bewegen sich obdachlose und wohnungslose Menschen dauerhaft im öffentlichen und quasi-öffentlichen Raum und/oder in Räumen, die ihnen zugewiesen werden und eignen sich die vorgefundene Infrastruktur auf kreative Weise an. Diese Formen der Raumnutzung werden oftmals sanktioniert, kriminalisiert und ordnungsrechtlich verfolgt.
Die gesellschaftlich wahrgenommenen Abweichungen von der als normal geltenden Lebensführung führt zu Prozessen sozialer Entwertung, Zuschreibungen und Exklusion. Der Verlust des Wohnraums wird dabei zu einem master status, der alle anderen Eigenschaften und Fähigkeiten der betroffenen Menschen überlagert. Unbehaust-Sein fungiert als soziales Stigma, das mit negativen moralischen, körperlichen oder sozialen Attributen verknüpft ist.
Obdach- und wohnungslose Menschen erfahren Ausgrenzung und eingeschränkte gesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten. Ihnen wird häufig verwehrt, gesellschaftlich anerkannte Lebensmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen, am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen, ein menschenwürdiges Leben zu führen und gesellschaftliche Normalität und Zugehörigkeit zu erleben.
Stigmatisierungsprozesse manifestieren sich in unterschiedlichen Formen von Gewalt – physisch, psychisch, sexualisiert oder strukturell – und reichen von offener Diskriminierung über institutionelle Benachteiligungen und Marginalisierungen bis hin zu sozialem Ausschluss und Entmenschlichung.
Obdach- und wohnungslose Menschen werden von der Gesellschaft ausgeschlossen. Gleichzeitig interagiert die Gesellschaft mit obdach- und wohnungslosen Menschen und verhält sich dabei ihnen gegenüber in besonderer Art und Weise. Dadurch bleiben sie Teil von ihr – sie sind gleichzeitig drinnen und draußen. So kommunizieren obdach- und wohnungslose Menschen in ihrem Alltag mit Bürger*innen, Sozialarbeiter*innen, Politiker*innen oder
Forscher*innen. In der Regel kennzeichnen Machtasymmetrien diese Beziehungen zwischen nicht-wohnungslosen und wohnungslosen Individuen.
Interessanterweise entstehen Räume der Wechselbeziehungen, in denen sowohl Ausschließung und Instrumentalisierung als auch Teilhabe und Selbstwirksamkeit von obdach- und wohnungslosen Menschen möglich sind: Auf der Mikroebene des wechselseitigen Handelns kann es einerseits zur Herstellung und Aufrechterhaltung von Benachteiligungen, Barrieren und Ausgrenzungen kommen, andererseits aber auch zur zwischenmenschlichen Kommunikation auf Augenhöhe und gegenseitigem Respekt, zum Abbau von Hierarchien und Machtunterschieden, zur Vermittlung von Ressourcen zur Teilhabe sowie zur Reduktion von Benachteiligungen und Schwellen. Das Teilhabeerleben von obdach- und wohnungslosen Menschen ist abhängig vom Ausmaß an partizipativen Praktiken, die in der sozialen Interaktion in Co-Präsenz hergestellt werden.
Auf diese Weise können ergebnisoffene Räume entstehen, in denen Teilhabechancen in tatsächliche Teilhabeprozesse überführt werden, in denen Akteur*innen Selbstwirksamkeit entwickeln, individuelle und kollektive Handlungsmöglichkeiten erweitern und sich solidarische Interessengemeinschaften und Netzwerke artikulieren können.
2. Ziel & Teilnehmende
Die geplante Tagung „Gemeinsam mehr erreichen! Teilhabe ausbauen – Räume gestalten – Wohnungslosigkeit überwinden“ lädt dazu ein, sich diesen partizipativen Praktiken in den Teilhabefeldern Gesellschaft, Soziale Arbeit, Politik und Forschung zuzuwenden, um Erfahrungen der Teilhabe und Nicht-Teilhabe zu diskutieren und ein wechselseitiges Verstehen von unterschiedlichen Deutungen und Positionen zu ermöglichen.
Wir wollen gemeinsam über Strategien sprechen, mit denen wir ein wechselseitiges Verständnis erreichen und Beteiligung, Empowerment und Selbstvertretung weiter entwickeln können und wie wir eine nachhaltige Überwindung von Obdach- und Wohnungslosigkeit bewirken können.
Die Tagung richtet sich an Menschen mit Wohnungslosigkeitserfahrung, Bürger*innen, Sozialarbeiter*innen, Politiker*innen und Forscher*innen (aus Grundlagen-, Anwendung-, Aktions- und studentischer Lehrforschung) gleichermaßen.
3. Themen & Mitwirkung
Dabei geht es vor allem (aber nicht ausschließlich) um folgende Themen:
- Welche wechselseitigen Erfahrungen mit Teilhabe (z. B. Beteiligung und Selbstvertretung) wurden von Menschen mit Wohnungslosigkeitserfahrung,Bürger*innen, Sozialarbeiter*innen, Politiker*innen und Forscher*innen in verschiedenen Kontexten gemacht?
- Wie und warum gelingen, wie und warum scheitern Teilhabeerfahrungen? Welche Voraussetzungen, welche Grenzen werden wahrgenommen? Wie werden diese bearbeitet?
- Wie kann Beteiligung und Selbstvertretung zu Empowerment und Teilhabe beitragen und was braucht es hierfür?
- Wie müssen Räume und Prozesse gestaltet werden, um eine Verbesserung von Teilhabemöglichkeiten, Beteiligung und Selbstwirksamkeit von obdach- und wohnungslosen Menschen zu gewährleisten?
- Wie kann das übergeordnete Ziel, Obdach- und Wohnungslosigkeit zu überwinden, durch den Ausbau von partizipativen Praktiken gefördert werden?
Die Ausschreibung ist themenoffen und will möglichst viele Facetten von und Perspektiven auf das soziale Phänomen der Teilhabeerfahrungen und partizipativen Praktiken vereinen und verhandeln.
Die dreitägige Konferenz soll ein geeignetes Austauschformat sein, um Menschen mit Wohnungslosigkeitserfahrungen, Bürger*innen, Sozialarbeiter*innen, Politiker*innen, Künstler*innen und Forscher*innen zusammenzubringen.
4. Beiträge
Wir erwarten erfahrungsgestützte, empirische und theoretische Beiträge und Ansätze, die auf der Tagung gemeinsam diskutiert werden können. Auch studentische Arbeiten sind willkommen. Neben wissenschaftlichen Vorträgen und Workshops sollen besondere offene Formate angeboten werden, um Gestaltungs- und Partizipationsmöglichkeiten zu schaffen und Erfahrungen, Ansätze, Methoden und Erkenntnisse öffentlich und niedrigschwellig vorzustellen.
Die Tagung dient dem Austausch, der Vernetzung, der Vorstellung und Weiterentwicklung vor innovativen Lösungsansätzen. Mit der Kooperation der Wohnungslosen_Stiftung, Tür an Tür e. V., dem Frauen*Salon und der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm setzt die Tagung an der Schnittstelle von Selbstvertretung, Wohnungsnotfallhilfe, Flucht und Forschung an, um vielfältige Lebenslagen, Diskriminierungserfahrungen und Teilhabebarrieren sichtbar zu machen und gemeinsam neue Handlungsansätze zu entwickeln.
Wir wählen im Rahmen der Veranstaltung die Anrede des „kollegialen Du“, um eine vertraute und angenehme Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle Teilnehmenden als Menschen begegnen können.
5. Beitragsformate
Bitte reicht Euren Vorschlag für ein Tagungsformat in Form einer Idee oder eines kurzen Abstracts ein. Folgende sieben Beteiligungsformate sind möglich:
- Kurz-Statement: Ein drei- bis fünfminütiger Vortrag, in dem eine Erfahrung, eine Idee oder eine Anmerkung den Tagungsteilnehmenden präsentiert wird.
- Vortrag: Der mündliche Vortrag auf der Grundlage von wissenschaftlicher Forschung oder praktischer Erfahrung kann von einer Einzelperson oder mehreren Personen eingereicht werden. Das Abstract sollte sich auf das Thema der Tagung beziehen. Die Dauer des Vortrags beträgt 20 Minuten gefolgt von einer 10-minütigen Diskussion.
- Session mit Vorträgen: Eine Session ist ein selbstorganisiertes Seminar mit drei bis vier mündlichen Vorträgen auf der Grundlage von wissenschaftlicher Forschung oder praktischer Erfahrung. Die Vorträge werden in derselben Sitzung zu einem gemeinsamen Thema präsentiert, das dem Thema der Tagung entspricht.
- Posterpräsentation (Vorstellung von Forschungsergebnissen, Projekten oder Praxiserfahrungen): Die Posterpräsentation kann von einer Einzelperson oder mehreren Personen erstellt werden. Die Poster werden während der Tagung ausgestellt. Zudem findet eine Poster-Session statt, in der die Autor*innen Fragen zu ihrem Poster beantworten.
- Open-Space-Beitrag (Mitmach-Formate): Dieses Format soll Räume eröffnen, um sich über wissenschaftliche Forschung und Praxiserfahrungen zum Thema der Tagung auszutauschen. Es können Vorschläge für freie Formate wie u.a. Barcamps, Workshops oder World-Cafés eingereicht werden.
- Künstlerische Beiträge: Es soll ein Möglichkeitsraum eröffnet werden, in dem Kunst und Kultur stattfinden können, beispielsweise Theateraufführungen, Lesungen oder musikalische Darbietungen.
- Raum der Möglichkeiten: Mit diesem Raum der Möglichkeiten wird ein Format geschaffen, in der während der Tagung Themen vorgeschlagen und vertieft werden können, so dass neue Kontakt- und Austauschformen erprobt werden können.
6. Einreichung & Deadline
Ihr könnt Euren Beteiligungsvorschlag und eine kurze Autor*innen-Info unter der E-Mail-Adresse
Die Deadline für den Call for Papers ist der 15. Januar 2026!
7. Dokumentation & Kontakt
Im Anschluss an die Tagung erfolgt eine Dokumentation der Tagung in der digitalen Schriftenreihe „Prekäres Wohnen und Wohnungslosigkeit“ (ISSN: 2942-7045) der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm.
Für Rückfragen steht Euch das Organisationsteam unter der Adresse
Weitere Informationen sowie Anmeldung unter
Für Teilnehmende mit Wohnungslosigkeitserfahrungen übernehmen wir Fahrt-, Unterkunfts- sowie Verpflegungskosten. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. Andere Formen der
Übernachtung werden unterstützt. Das Mitbringen von Tieren (z. B. Hunde) ist willkommen.
Wir freuen uns auf Eure Teilnahme und eine spannende Tagung in Augsburg im März 2026!
Herzliche Grüße
Corinna Höckesfeld (Augsburg), Frank Sowa (Nürnberg), Manja Starke (Heimbach), Sophie Linßner (Leipzig), Stefan Schneider (Berlin) & Sybill Janetz (Berlin)
- Organisationsteam der Tagung -
Die Tagung wird mit Mitteln der Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern sowie der Heidehof-Stiftung gefördert.

Ein dokumentarisches Theaterstück über Wohnungslosigkeit und ein erträumtes Wohnprojekt
https://www.hfs-berlin.de/aktuelles/veranstaltungen/innere-haeuser/
In unserer Stadt stehen rund 40.500 Wohnungen leer – gleichzeitig haben mehr als 53.600 Menschen kein eigenes Zuhause. Manchmal reicht ein Schicksalsschlag, um die Wohnung zu verlieren. Und was braucht es, um das System zu ändern, das das zulässt?
In dem doku-fiktionalen Theaterstück erzählen vier Frauen mit Wohnungslosigkeitserfahrung von ihrem Leben, ihrer politischen Arbeit und ihren Visionen.
Ihre Wege kreuzen sich in einem Hof – ein Ort, nicht weit von hier, gleich um die Ecke, in eurer Nachbarschaft. Hier eröffnet das Wohnprojekt der vier Frauen. Sie haben hier ihre eigenen Räume eingerichtet, zum Wohnen und Arbeiten, zum Trauern und Planen, zum Erinnern und zum Träumen. Und sie laden ein:
“Hallo, wir sind jetzt eure Nachbarinnen, ob ihr das wollt oder nicht. Wir hoffen, ihr wollt! Ihr braucht euch nicht erschrecken, auch kein Mitleid empfinden. Wir wollten nur, dass ihr von uns wisst. Mit diesem Wohnprojekt wird ein Teil unserer Träume zur Wirklichkeit. Wir laden euch ein, diesen Etappensieg mit uns zu feiern! Wir zeigen euch unsere Wohnungen, die eigentlich gar keine Wohnungen sind, laden euch ein in unseren Hof, der noch gar nicht ganz fertig ist. Aber so ist das vielleicht mit den Träumen, sie sind nie ganz fertig! Also kommt vorbei und schaut durch die Fenster in unsere inneren Häuser.”
Erfahrungsexpertinnen und Spiel: Janina Berthold, Manja Starke, Yoyo Pamminger, Kristina Maca
Schauspiel: Sarah Palarczyk
Bühne: Madalena Wallenstein de Castro
Kostüm: Eduardo Sotó Jimenez
Chor: Chor der Statistik
Chorleitung, Musik: Bernadette La Hengst
Chortexte: in Zusammenarbeit mit dem Chor der Statistik und den Erfahrungsexpertinnen
Regieassistenz: Nina Dietz
Dramaturgie: Marianna Wicha
Regie: Linda Glanz
Der Text wurde durch Gespräche und die Zusammenarbeit mit den Expertinnen entwickelt und im Anschluss von Linda Glanz und Marianna Wicha bearbeitet. Der Prolog “Das innere Haus” ist ein Auszug aus Janita-Marja Juvonens “Die Anderen”.
Das Projekt entsteht in Kooperation mit dem Frauen*Salon, der Wohnungslosen_Stiftung und QUEERHOME.
Premiere: 06. November 2025 um 19.00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 07. / 08. / 10. / 11. November 2025 um 19.00 Uhr & 09. November 2025 um 15.00 Uhr
HfS Ernst Busch UNTEN
Zinnowitzer Str. 11
10115 Berlin
Kostenlose Tickets: https://www.hfs-berlin.de/aktuelles/veranstaltungen/innere-haeuser/
- Für unsere Stadtführung mit querstadtein am 12.09.2025 um 11Uhr in Wilmersdorf gibt es noch freie Plätze. Meldet Euch gerne noch an! -
Veranstaltungen zum Tag der wohnungslosen Menschen (11.09.):
Bereits am 10.09. gibt es im Görli eine Aktion/Fest in Vorbereitung des TdwM durch Gangway
+ ab 10:30Uhr gibt es im Zentrum am Zoo ein sehr umfangreiches Programm und die Möglichkeit mit der Politik ins Gespräch zu kommen.
Vor dem Abgeordnetenhaus findet ab 10Uhr die große Kundgebung gegen die Sparpolitik des Senats statt: https://buendnissoziales.berlin/ + Es wird eine Zubringerdemo der Fachgruppe Migration der LAK geben. Treffpunkt ist 8:30 am Potsdamer Platz (historische Ampel). Der Aufruf ist im Anhang +
Ufo Berlin veranstaltet ab 16Uhr im Vollguten Gemeinschaftsgarten (Am Sudhaus 4, 12053) einen offenen Abend mit viel Programm. https://www.instagram.com/p/DN3f0nyWs15/?img_index=1 -
Die SozDia Stiftung eröffnet ab 19Uhr im Kuhgraben (Pfarrstr. in Lichtenberg) die Ausstellung Zwischenwelten. Flyer im Anhang. +
- 2025_09_05 Einladung zum Presse/Mediengespräch "Tag der Wohnungslosen" 11.09.2025, 12:00 Uhr Berlin Haus der Demokratie
- Gewalt gegen wohnungslose Menschen - warum? Freitag, 01.08.2025, 19:00 Uhr, Strausberg bei Berlin
- 2025_07_20 - Kein Besitz. Kein Zuhause. Kein Halt. - Gastbeitrag von André Hoek
- 2025.05.26. - Bundeshaushalt 684 01-290 Zuschüsse für zentrale Einrichtungen, überregionale Maßnahmen und Modellvorhaben für besondere gesellschaftliche Gruppen
- Peer Tagung Augsburg 2025 - Dokumentation
- 2025.02.26. - Peer-Gruppe Leipzig: Offener Brief an die zukünftigen Bundestagsabgeordneten
- 2025.01.13. - Online-Open-Talk Mittwoch, 15.01.2025, 11:00 - 13:00 Uhr - Bundestagswahlen & Termine
- Peer Tagung Augsburg 2025 - Anmeldung
- 2025.01.08. - Wohnungslosenbericht 2024 - ohne Beteiligung wohnungsloser Menschen
- Peer Tagung Augsburg 2025 - Programm
- 2023.12.23. - Beschwerde über die Jugendherberge Berlin Ostkreuz / Diskrimierung aufgrund des sozialen Status
- 2024.12.22. - Radio-Beitrag: Wie es der Ex-Obdachlose André Hoek von der Straße geschafft hat
- 2024.12.21. - Marisa Geiser: Das problematische Narrativ von "Bettelhunden"
- 2024.11.05. - Erinnerung an Roderich
- 2024.11.19. - BVG: Situation in unseren Bahnhöfen
- 2024.11.12. - Aufruf zur Mitwirkung [CfP]: Tagung „Peers im Handlungsfeld Wohnungslosigkeit" Augsburg 25.02.-01.03.2025
- 2024.11.10. - Bundespräsident, Suppenausgabe, Wohnungsbau
- 2024.08.15. [Bundeshaushalt] Wohnungslosenhilfe Etatplanung
- 2024.08.06. - Einladung offenes Netzwerktreffen 01.-05.10.2024 Michelstadt/Odenwald
- Jetzt sprechen wir! - Tag der Wohnungslosen 11.09.2024
- 2024.07.31. - 35 Tipps zum Thema: Mit wohnungslosen Menschen sprechen statt über sie [KI]
- 2024.07.19. - Obdachlosenfeindlicher Bezirk Berlin Pankow [+Prenzlauer Berg]
- 2024.06.14. - Starke Stimmen: Auch obdachlose Menschen gehören gehört. Mittwoch, 26. Juni 2024, 17:00 Uhr, Berlin
- 2024.06.09. - [Europawahl] Politische Beteiligung wohnungsloser Menschen nicht allein auf die Teilnahme an Wahlen reduzieren
- 2024.06.02. - Peer-Arbeit im Handlungsfeld Wohnungslosigkeit [ExPEERience Wien]
- 2024.05.23. - Auftaktkongress Nationales Forum gegen Wohnungslosigkeit am 3. Juni 2024 in Berlin und Online
- 2024.03.26. - Stellungnahme zum Nationalen Aktionsplan Wohnungslosigkeit
- 2024.03.11. - Nationaler Aktionsplan Wohnungslosigkeit - Entwurf liegt vor - Interessen wohnungsloser Menschen nicht hinreichend berücksichtigt
- 2024.03.03. - Beteiligung verändert! Netzwerktreffen & Wolokon Nürnberg
- 2024.01.27. - Europa Passage Film ⌡ Diskussion ⌡ Suppe - Berlin, 10.02.23, 15:00 Uhr Volksbühne Grüner Salon
- 2024.01.18. - Aktionstag wohnungsloser Menschen für das Recht auf Wohnen Di 30.01.2024 - Düsseldorf
- 2024.01.01. - Das neue Jahr 2024 fängt gut an! - Prepaid-Karten zu vergeben!
- 2023.12.23. - Feiertage & Helferrückzug - Lassen wir obdach- und wohnungslose Menschen jetzt nicht allein!
- 2023.12.29 - Gefangen & Wohnungslos Buchvorstellung 17.01.2024, 17:00 Uhr, Berlin - Haus der Demokratie
- 2023.12.28 - Werkstattgespräch: Wirkungsforschung Wohnungslosenhilfe 11.01.2024, 11:00 Uhr Online
- 2023.12.15. - Einladung: Offenes Netzwerktreffen Nürnberg 20.-24.02.2024
- 2023.12.14. - Deutscher Bundestag - öffentliche Anhörung zu Wohnungslosigkeit OHNE Erfahrungsexpert:innen
- 2023.12.12. - Berlin Pankow: Auszeichnung für Obdachlosenunterkunft vom Strassenfeger wird zur Bühne für die #NoAfd - und alle müssen zuhören
- 2023.12.10. - Drei Online-Veranstaltungen zu Wohnungslosigkeit & Armut
- 2023.12.01. - Online - Gespräch Forderungen für eine gerechte Zukunft am 07.12.2023 [mit Denkhaus Bremen]
- 2023.11.29. - Rausschmiss von 88 Bewohnern des SuN in die Berliner Kälte - Pressemitteilung und Einladung zur Demonstration
- 2023.11.23 - Digitaler Workshop Wohnen für Wohnungslose 01.12.2023 - 13:00 - 15:00 Uhr
- 2023.11.09. - Rote Karte für "Little Home" in Berlin
- 2023.11.06. - Buchpremiere, Ringvorlesung, Aktionswochen & Fachtagung
- 2023.10.26. - Die Antwort auf Wohnungslosigkeit muss immer eine Wohnung sein - Treffen der Menschen mit Armutserfahrungen
- 2023.10.16. - Home Street Home - Fotos obdachloser Menschen im Deutschen Bundestag
- 2023.09.21. - Mietencamp vom 21.-24. September 2023 in Frankfurt am Main / Lesung Gefangen und wohnungslos / Vernetzungstreffen
- 2023.09.18. - Fachveranstaltung "Safe Places" für obdachlose Menschen - Berlin
- 2023.09.08. - Mit Chat GBT Wohnungslosigkeit bekämpfen ?!? Leitfaden Partizipation
- 2023.09.06. - Gefangen & Wohnungslos. Gespräche mit Obdachlosen in Haft
- 2023.07.23. - Gedenkveranstaltung, Online - Seminar, Fachtagung, Mietencamp, Strassenkinderkongress
- 2023.07.10. - Netzwerktreffen, UfO, Armutsbericht, Ratten 07, SwM und weitere Neuigkeiten
- 2023.06.23. - Unfassbares Glück - Wohnungslosen_Stiftung kann drohende Obdachlosigkeit abwenden
- 2023.06.16. - DIMR - Nationaler Aktionsplan Wohnungslosigkeit: Betroffene beteiligen, ambitionierte Maßnahmen verabschieden
- 2023.06.10. - Millionär trifft Obdachlosen - Hartmut bei der ZDF-Sendung "Sag's mir!"
- 2023.06.08. - Digitaler Workshop - Online-Beratung in der Wohnungslosenhilfe - praktische Umsetzung
- 2023.06.02. - Wohnungslosigkeit überwinden - wohnungslose Menschen beteiligen!
- 2023.05.31. - Keine Räumung des OMZ (Obdachlose mit Zukunft) in Köln
- 2023.05.28. - Festival Kultur & Strasse - Berlin - Club Humboldthain, 10. Juni, 13-21 Uhr
- 2023.05.24. - Bundestagung 2023 der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V.
- 2023.05.23. - Recht auf Stadt Forum 02. bis 04. Juni 2023 in Oberhausen
- 2023.05.19. - Bitte um Unterstützung - Selbstvertretungsgruppe Union für Obdachlosenrechte Berlin (UfO Berlin)
- 2023.05.17. - In eigener Sache: Wir sind gemeinnützig und mildtätig / neuer Flyer
- 2023.05.02. - HomelessTalk - Ergebnisse einer europäischen Kooperation
- 2023.04.25.- Armut abschaffen! Digitaler Aktionskongress am 04. & 05. Mai 2023
- 2023.04.19. - Befragung "Diskriminierung am Wohnungsmarkt" für Menschen die wohnungslos sind oder ehemals waren
- 2023.04.18. - Selbsthilfe, Selbstorganisation und politische Mobilisierung wohnungsloser Menschen
- 2023.04.15. - Netzwerktreffen 27.-31.03.2023 in Berlin Karolinenhof - Gemeinsames Ergebnisprotokoll
- 2023.06.09. - Die letzte Reise. HP Daniels erzählt vom Netzwerktreffen in Hannover
- 2023.04.04. - Wohnungslosen_Stiftung - Selbstvertretung wohnungsloser Menschen jetzt offiziell gegründet!
- 2023.04.01. - Ergebnisse - Offenes Netzwerktreffen wohnungsloser Menschen
- 2023.09.13.-17. Offenes Netzwerktreffen Dinslaken - Programm
- 2023.03.14. - Kölner Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot und Stadtzerstörung
- 2023.03.12. - Offenes Netzwerktreffen wohnungsloser Menschen Ende März in Berlin - Anmeldeliste geschlossen
- 2023.02.17. - Einladung zum offenen Netzwerktreffen - Berlin Karolinenhof 27.-31.03.2023
- 2023.02.11. - Online Workshop: Qualitätsstandards in der Unterbringung obdachloser Menschen
- 2023.02.09. - Erfahrungsberichte obdachloser Menschen für mein Buchprojekt
- 2023.02.08. - Deutscher Bundestag: Linke will Housing First als Grundrecht etablieren
- 2023.02.07. - Obdachlosenfeindliche Gewalttaten
- 2023.02.06. - Berlin: Politiker diskutieren mit wohnungslosen Menschen
- 2023.02.03. - Gemeinsam gegen Vertreibung und Ausgrenzung!
- 2023.01.28. - Protestcamp gegen Diskriminierung und Verdrängung obdachloser Menschen in der Dortmunder Innenstadt
- 2023.01.27. - Presseerklärung & Aufruf: Mahnwache gegen Obdachlosigkeit in Berlin und Austauschtreffen
- 2023.01.19. - Zehntausende leben auf der Straße. Die Kommunen müssten ihnen ein Bett verschaffen. Eigentlich. Ein Kommentar
- 2022.12.28. - Mahnwache gegen Obdachlosigkeit und Austauschtreffen - Vorankündigung
- 2022.07.12.23. - Besinnliche Feiertage? Frohes Fest? Recht auf Wohnen!
- 2022.12.14. - Dortmund: Stoppt die Verdrängung von Obdachlosen in Dortmund!
- 2022.12.02. - 13 Tipps zum Umgang mit bettelnden Menschen [Caritas]
- 2022.11.28. - Berlin: Fünfte Winter-Mahnwache gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen - Vorbereitungstreffen
- 2022.11.17. +++ AKTUELL +++ Obdachlosenzählung in Berlin abgesagt +++ Mahnwache und Kundgebung wie geplant am Roten Rathaus +++
- 2022.11.15. - offenes Netzwerktreffen - gemeinsames Ergebnisprotokoll
- 2022.11.14. - Gemeinsames Ergebnisprotokoll Netzwerktreffen 28.-31.10.2022 Hannover
- 2022.11.11. - Wohnungslos - ein Schicksal? Dokumentation des Fachtages der AWO erschienen
- 2022.11.10. - Umverteilen - Demonstration 12.11.2022, 13:00 Uhr, Berlin Alexanderplatz
- 2022.10.14. - Baden Württemberg - Aktionswoche gegen Armut 17.-21.10.2022
- 2022.10.03. - Wohnungslose Menschen online beraten – Kann das funktionieren? - Online Workshop am 14.10.2022
- 2022.09.22. - Einladung zum offenen Netzwerktreffen der Wohnungslosen_Stiftung 28.-31. Oktober 2022 in Hannover "Solidarisch durch den kommenden Winter"
- 2022.09.07. - Summer School „Zivilgesellschaftliches Engagement - Möglichkeiten und Wege der politischen Einflussnahme" - 30.09./01.10.2022 Bochum
- 2022.08.29. - Fachtagung "Housing First" 08./09.09.2022 Bremen
- 2022.08.16. - Rechte Gewalt gegen Wohnungslose - eine Dokumentation













